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Maler-Reisen auf Römerstraßen

Landschaftsgalerie: Museum im Kulturhaus am Hexenturm, Kleine Rurstraße 20, Jülich

Das in römischer Zeit angelegte Straßennetz prägt die Infrastruktur in Westeuropa bis heute. Bevor die Eisenbahn im 19. Jahrhundert als neues Verkehrsnetz dazukam, lief der Fernverkehr meist über erhaltene Römerstraßen. Als parallel zur Industriellen Revolution die Landschaftsmalerei als Gegengewicht zu den Veränderungen der Moderne einen Boom erlebte, waren die Künstler auf den seit römischer Zeit etablierten Routen unterwegs. Vom Meer bis zu den Alpen und nach Rom führte sie die Sehnsucht nach ursprünglichen Landschaften. Freilichtstudien mit dem Reisemalkasten und die aus diesem Motivschatz komponierten Ideallandschaften spiegeln das Bedürfnis einer Gesellschaft im Umbruch nach Selbstvergewisserung in der Natur.

Der in Jülich geborene Johann Wilhelm Schirmer (1807–1863) schaffte die Karriere vom Handwerkergesellen zum ersten Professor für Landschaftsmalerei an der Kunstakademie Düsseldorf und schließlich zum Gründungsdirektor der Badischen Kunstschule in Karlsruhe. Die Gemälde von ihm, seinen Schülern und Nachfolgern, darunter auch einige Frauen, stellen 100 Jahre Entwicklung der Düsseldorfer Malerschule 1825–1925 vor Augen – die entlang der Römerstraßen in Europa ihre Motive fand.

Hier können Sie einen einführenden Videoclip der Landschaftsgalerie ansehen.

Interessant zu wissen

Erstes Foto: Gemälde an der Wand in der Landschaftsgalerie. Foto: Stadt Jülich
Zweites Foto: Präsentation in der Landschaftsgalerie. Foto: Angela van den Hoogen (2024)
Drittes Foto: Römische Landschaft mit Tomba di Nerone. Foto: Stadt Jülich
Viertes Foto: Schirmer - Höhle von Egeria. Foto: Stadt Jülich
Fünftes Foto: Arnold Overbeck – Ruinen eines Aquädukts in der römischen Campagna. Foto: Stadt Jülich
Sechstes Foto: Valentin Ruths – Campagna-Landschaft mit ruhendem Reiter und Ruinen. Foto: Stadt Jülich
Siebtes Foto: August Kessler - Augustusbogen, Susa. Foto: Stadt Jülich
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