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Erftübergang in Eftstadt

Erftübergang

Dass die Römer den in Iversheim gebrannten Kalk mit Schiffen über die Erft an den Rhein transportiert haben, wird heute stark bezweifelt, da der Fluss in der Eifel eine zu geringe Wassertiefe aufweist. Ungefähr ab Bliesheim flussabwärts soll aber ein Transportverkehr auf Flachbodenschiffen möglich gewesen sein, wodurch beispielsweise die landwirtschaftlichen Erträge der zahlreichen umliegenden Gutshöfe nach Neuss transportiert werden konnten, wo sich unmittelbar neben der Flussmündung das Legionslager Novaesium befand. Dort überquerte ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. eine steinerne Brücke die Erft.

An dieser Stelle querte die Agrippastraße auf dem Weg von Köln in Richtung Zülpich die Erft. Heute stark reguliert, verlief der Fluss in römischer Zeit von seiner Quelle bei Nettersheim bis zur Rheinmündung bei Neuss in zahlreichen Schleifen und Mäandern.

Ob die Römer auch für die Flussüberführung der Agrippastraße eine Brücke errichteten oder sich hier lediglich eine Furt befand, ist unbekannt. Zu vermuten ist, dass sich in unmittelbarer Nähe – wie häufig an römischen Flussübergängen – eine Siedlung oder ein Wachtposten befand. Konkrete Hinweise auf dessen genaue Lage hat die archäologische Forschung bislang jedoch noch nicht erbracht.

Interessant zu wissen

Foto: Kartenskizze des Durchgangs über die Erft durch das Kurfürstentum Köln. Quelle: HStA Düsseldorf, Akte Kurköln II Nr. 1960

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