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Tongern: Das Teseum

Museum: das Teseum in Tongeren

Tongern — die erste und älteste Stadt Belgiens. Von den Römern um 10 v. Chr. gegründet, wurde sie ein halbes Jahrhundert später von den Batavern niedergebrannt, nur um danach stolz wieder aufgebaut zu werden. Tongern wurde zur glanzvollen Hauptstadt der civitas Tungrorum, des Verwaltungsbezirks der Region, in dem der mediterrane Einfluss Roms unübersehbar war: eine blühende Villenlandschaft, ein eindrucksvolles Aquädukt, großartige Tempel und Badehäuser sowie Märkte voller exotischer Waren.

Auch heute sind die Römer in Tongern-Borgloon nie weit entfernt. Die meisten Hotspots liegen nur wenige Minuten voneinander entfernt und sind ordentlich durch den römischen Stadtweg verbunden. Entlang dieses Weges stößt man auf das Teseum, eine einzigartige Kulturerbestätte.

 

Das Teseum

Das Teseum ist ein faszinierender Ort, der Besucher tief in die Geschichte der Stadt eintauchen lässt. Unter der gotischen Liebfrauenbasilika liegt eine ausgedehnte archäologische Zone, in der mehr als zwei Jahrtausende an Bau- und Siedlungsgeschichte erhalten geblieben sind. Hier treffen Spuren aus der römischen, frühmittelalterlichen und mittelalterlichen Zeit aufeinander und bieten außergewöhnliche Einblicke in die Entwicklung Tongerns als urbanes Zentrum.

Bei archäologischen Untersuchungen wurden die Fundamente römischer Häuser und Straßenstrukturen freigelegt, ebenso wie Reste einer Basilika und Teile der spätrömischen Stadtmauer. Diese Spuren zeigen, dass dieses Gebiet seit der Gründung von Atuatuca Tungrorum, dem heutigen Tongern, im 1. Jahrhundert n. Chr. eine bedeutende Zone innerhalb der Stadt war. Nach der römischen Epoche erhielt der Ort eine christliche Funktion: Überreste der vermutlich ersten frühchristlichen Kirche (Basilika) sowie nachfolgender Kirchen aus merowingischer und karolingischer Zeit sind bis heute sichtbar. Sie zeugen von der frühen Christianisierung und der beständigen Heiligkeit dieses Ortes über die Jahrhunderte hinweg.

Heute ist die archäologische Stätte des Teseums durch eine moderne museale Gestaltung zugänglich. Mit Stegen, Beleuchtung und digitalen Anwendungen können Besucher buchstäblich durch die Bauschichten gehen und erleben, wie sich Tongern von einer römischen Stadt zu einem religiösen Zentrum entwickelte. So enthüllt das Teseum die verborgenen Grundlagen der Stadt und verbindet Archäologie mit lebendiger Geschichte!

 

Eine Immersive Veränderung des Römischen Weges, 2027

Die Geschichte Tongerns endet dort nicht. Im Jahr 2027 erhält der römische Stadtweg im Rahmen des VIA VIA-Projekts ein multidimensionales Upgrade. Die römischen Hotspots werden durch Rekonstruktionen und immersive Erzählungen erweitert. Sie erhalten ein noch klareres Bild der römischen Straße und der römischen Stadt Tongern, und Sie werden auch eingeladen, das Aquädukt, die Pliniusquellen, den gallorömischen Tempel und andere lokale Stätten zu besuchen. Über eine App sehen Sie, wie die Straßen von Atuatuca Tungrorum im zweiten Jahrhundert aussahen — geführt von einer KI-Figur aus den Glanzzeiten der Stadt.

 

Sind Sie bereit für einen Spaziergang in die Vergangenheit?

„Wir überqueren ein modernes Aquädukt und erreichen den Rand der Stadt. Atuatuca Tungrorum. Ich habe so lange davon geträumt, die einzige Stadt in der Region zu besuchen. Sie enttäuscht nicht. So viele Farben und Düfte. So viele Geräusche. Bellende Hunde, schreiende Menschen, das Rattern der Karren von Händlern wie uns. Die Straßen überquellen vor Köstlichkeiten. Die feinsten Stoffe. Exotische Früchte und Hölzer. Flaschen und Gefäße. Öl aus dem Süden. Fleisch, Brot und Parfums. Zwei Frauen streiten laut in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Männer in offenen Türen winken Vorbeigehende hinein. Der süße Duft eines Badehauses mischt sich mit dem Gestank von kochenden Tierknochen für Leim. Ich bin zugleich begeistert und bedrückt. Denn wie sollen wir unsere Waren an diesem Ort verkaufen? Hier, in dieser Stadt, die schon alles besitzt?“ – Ammulva Iucunda

Webseite des Teseums