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Ausstellung Römisches Bocholtz – Vitrine 2

Hoeve Overhuizen - Bocholtz

1. Reitersporen

Mitte 2. Jahrhundert n. Chr.

Original, Provinzdepot für Bodenfunde Limburg

Unter den Grabbeigaben des Herrn von Bocholtz wurden zwei Reitersporen gefunden. Reitersporen kommen in römischen Gräbern nur äußerst selten vor. Dieser römische Sporentyp wird aufgrund seiner Form als Knopfsporn bezeichnet. Diese Metallplatten mit hervorstehenden Spitzen wurden an den Schuhen eines Reiters befestigt. Durch leichtes Antreiben des Pferdes mit den Sporen wurde es zu schnellerem Laufen angespornt.

2. Pferdegeschirr

Mitte 2. Jahrhundert n. Chr.

Original, Provinzdepot für Bodenfunde Limburg

Verschiedene Bestandteile eines Pferdegeschirrs, bestehend aus zwei Ringen, einer mit Glaspaste eingelegten Klammer (vier rote und zwei schwarze Punkte um einen zentralen schwarzen Punkt) sowie zwei weiteren Klammern.

3. Ständer für eine Öllampe

Mitte 2. Jahrhundert n. Chr.

Original, Provinzdepot für Bodenfunde Limburg

Im Haus war die Öllampe die wichtigste Lichtquelle der römischen Zeit. Diese Öllampe ist jedoch alles andere als gewöhnlich – sie ist sogar ausgesprochen selten. Nördlich der Alpen wurden nur sehr wenige römische Öllampen aus Bronze gefunden. Eine bronzene Öllampe war purer Luxus, denn die meisten Lampen wurden aus Keramik hergestellt.

4. Pferdegebiss

Mitte 2. Jahrhundert n. Chr.

Original, Provinzdepot für Bodenfunde Limburg

Fünf Ringe aus Eisen und Bronze, eine Stange und ein Mundstück bilden zusammen mit einigen losen Teilen ein Pferdegebiss. Das Gebiss wurde mit Lederriemen im Maul des Pferdes befestigt, sodass der Reiter das Pferd kontrollieren konnte, wenn es zu steigen begann.

5. Pferdegeschirr

Mitte 2. Jahrhundert n. Chr.

Original, Provinzdepot für Bodenfunde Limburg

Verschiedene Bestandteile eines Pferdegeschirrs, bestehend aus zwei langen hohlen Perlen (oben halbrund, unten flach), zwei Beschlagfragmenten (halbrunde hohle Röhrchen mit zwei kleinen Nieten) sowie zwei bikonischen Hülsen (achteckige Bestandteile eines Pferdegeschirrs).

6. Knauf

Mitte 2. Jahrhundert n. Chr.

Original, Provinzdepot für Bodenfunde Limburg

Funktion unbekannt. Mittelbraun, dunkelgrün und grau mit hellgrünen Vertiefungen. Der Knauf ist hohl, besitzt eine Bohrung an der Oberseite sowie eine weitere im schmalen Mittelteil. An der Unterseite befindet sich eine breite Öffnung. Er ist außergewöhnlich stabil, schwer und vollständig erhalten.