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Tongern: Das Aquädukt

Sehenswürdigkeit: Römisches Aquädukt in Tongeren

Tongern — die erste und älteste Stadt Belgiens. Von den Römern um 10 v. Chr. gegründet, wurde sie ein halbes Jahrhundert später von den Batavern niedergebrannt, nur um danach stolz wieder aufgebaut zu werden. Tongern wurde zur glanzvollen Hauptstadt der civitas Tungrorum, des Verwaltungsbezirks der Region, in dem der mediterrane Einfluss Roms unübersehbar war: eine blühende Villenlandschaft, ein eindrucksvolles Aquädukt, großartige Tempel und Badehäuser sowie Märkte voller exotischer Waren.

Auch heute sind die Römer in Tongern-Borgloon nie weit entfernt. Die meisten Hotspots liegen nur wenige Minuten voneinander entfernt. Auf dem Weg, an der Westseite von Tongern, stößt man auf den Beukenberg, den sichtbarsten Überrest eines beeindruckenden römischen Aquädukts, das einst hier stand.

 

Das Aquädukt

Dieser Erdwall, über sechs Kilometer lang und bis zu acht Meter hoch, wurde in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts oder im 2. Jahrhundert n. Chr. erbaut, um die Stadt Atuatuca Tungrorum, das heutige Tongern, mit Wasser zu versorgen.

Da Tongern auf einem trockenen Höhenrücken lag, reichten natürliche Quellen nicht aus. Das Aquädukt leitete Wasser aus höher gelegenen Gebieten südwestlich der Stadt heran. Auf dem Wall verlief ein Kanal, vermutlich aus Holz oder Stein, der dank eines leichten Gefälles eine konstante Versorgung von Bädern, Brunnen und Häusern sicherstellte.

Heute ist das Aquädukt ein geschütztes Denkmal und ein markantes Element der Landschaft. Der Zugangspunkt zum Aquädukt dient auch als Ausgangspunkt eines Landschaftswegs, der durch das Plinius-Gebiet und am Schloss Betho vorbeiführt.

 

Eine Immersive Veränderung des Römischen Weges, 2027

Die Geschichte Tongerns endet hier nicht. Im Jahr 2027 erhält der römische Stadtweg von Tongern im Rahmen des VIA VIA-Projekts ein multidimensionales Upgrade. Die römischen Hotspots werden mit Rekonstruktionen und immersiven Erzählungen erweitert. Sie erhalten ein noch klareres Bild der römischen Straße und der römischen Stadt Tongern, und Sie werden auch eingeladen, die Pliniusquellen, den gallorömischen Tempel und andere lokale Stätten zu besuchen. Über eine App sehen Sie, wie die Straßen von Atuatuca Tungrorum im zweiten Jahrhundert aussahen — geführt von einer KI-Figur aus den Glanzzeiten der Stadt.

 

Sind Sie bereit für einen Spaziergang in die Vergangenheit?

„Wir überqueren ein modernes Aquädukt und erreichen den Rand der Stadt. Atuatuca Tungrorum. Ich habe so lange davon geträumt, die einzige Stadt in der Region zu besuchen. Sie enttäuscht nicht. So viele Farben und Düfte. So viele Geräusche. Bellende Hunde, schreiende Menschen, das Rattern der Karren von Händlern wie uns. Die Straßen überquellen vor Köstlichkeiten. Die feinsten Stoffe. Exotische Früchte und Hölzer. Flaschen und Gefäße. Öl aus dem Süden. Fleisch, Brot und Parfums. Zwei Frauen streiten laut in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Männer in offenen Türen winken Vorbeigehende hinein. Der süße Duft eines Badehauses mischt sich mit dem Gestank von kochenden Tierknochen für Leim. Ich bin zugleich begeistert und bedrückt. Denn wie sollen wir unsere Waren an diesem Ort verkaufen? Hier, in dieser Stadt, die schon alles besitzt?“ – Ammulva Iucunda

Luchtfoto van de Beukenberg in Tongeren Jong kopel wandelt in het landschap Beukenberg.
Webseite von Tongeren